Wir fahren nach Berlin!
Vier Schülerinnen der G11d haben nicht über das DFB-Pokalfinale, sondern über das Demokratieprojekt „#mitmachen – Demokratie, Medien & Wir“ eine vom Bundespresseamt organisierte Fahrt nach Berlin gewonnen. Im Wettbewerb mit verschiedenen Schulen aus Marburg-Biedenkopf haben Helene Herbig, Lara Kuhn, Lisa Roob und Dila Sirin sich mit ihrem Projekt durchgesetzt und den 1. Platz belegt. Die Teilnehmer des Wettbewerbs wurden in das Marburger Cineplex eingeladen, um ihre Projekte zu präsentieren. Zudem wurden während der Preisverleihung die Projekte aller Preisträger im Kinosaal auf der Leinwand vorgestellt.

Aus: Hartig, X.: Schüler aus Marburg-Biedenkopf zeigen Haltung, in: Oberhessische Presse, 19.05.2026.
Worum ging es beim Wettbewerb?:
Der Wettbewerb ist vom Schulamtsbezirk Marburg-Biedenkopf ausgerufen worden, um die kreative Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Prozessen zu fördern – insbesondere im digitalen Kontext. Die Aufgabe war es, hinzuschauen, wo im Alltag Situationen auftreten, bei denen demokratisches Handeln gefragt ist. Aus dieser Beobachtung heraus sollte ein Projektziel formuliert werden, das möglichst nachhaltig Mitbestimmung, Toleranz, Zivilcourage oder Vielfalt stärkt. Nicht nur das Ziel, sondern auch der Weg stand im Zeichen der Demokratiebildung. So galt es in den Gruppen die Ideen gemeinsam voranzubringen, abzustimmen, Rollen zu verteilen, Konflikte fair zu lösen und diesen Arbeitsprozess zu dokumentieren, um ihn ebenso als Teil des Projekts vorzustellen.
Projektarbeit der Schülerinnen:
Im Rahmen dieses Wettbewerbs haben sich die vier Schülerinnen der G11d im Politikunterricht über mehrere Monate hinweg mit ihrer besonderen Leistung hervorgetan. Zunächst haben sie sich entsprechend ihrem Forschungsinteresse eine zentrale Leitfrage gestellt: „Inwiefern beeinflussen Kommentare auf Social Media die Meinungsbildung junger Menschen zu gesellschaftlichen und politischen Themen?“. Für die Analyse der Frage haben sie in selbstgesteuerten Arbeitsphasen die Möglichkeiten des neuen Oberstufengebäudes genutzt, das mit seinen offenen Lernlandschaften dafür ideale Bedingungen bietet. Über den Untersuchungsprozess hinweg hat sich die ursprüngliche Forschungsfrage weiter konkretisiert. So haben die vier Schülerinnen aus ihrer Analyse heraus letztlich als ihr kreatives Endprodukt einen Escape-Room erstellt, der das Verstärken von Vorurteilsbildungen im digitalen Raum sichtbar und erlebbar macht. Unter dem Namen „Gefangen im Sexismus“ müssen die Spieler in diesem Escape-Room algorithmischen Effekten wie Filterblasen mitsamt ihren gesellschaftlichen Auswirkungen auf die Spur kommen, um zurück in die Freiheit zu gelangen.

Vier Tage Hauptstadtluft:
Neben der kreativen Aufarbeitung eines bedeutsamen gesellschaftspolitischen Phänomens hat die Jury vor allem die Nachhaltigkeit des Projekts überzeugt. So konnten die Schülerinnen den Hauptpreis gewinnen, weshalb auf sie nun im September eine vom Bundespresseamt organisierte und finanzierte Reise nach Berlin über vier Tage wartet. Neben spannenden Programmpunkten, wie ein Besuch im Bundestag und verschiedener Ministerien, werden Helene, Lara, Lisa und Dila auch die Gelegenheit haben, die Hauptstadt zu erkunden.
Ihr wollt selbst sehen, wie der Escape-Room funktioniert? Scannt einfach den QR-Code und werft einen Blick in das Siegerprojekt:
Felix Wachter
Zum Projekt:

