Frankenstein – Frei nach Mary Shelley

Kreatur: Als was habt ihr mich erschaffen?
Viktor: Als Beweis für die Möglichkeit künstlichen Lebens.
Kreatur: Was ist künstliches Leben?
Viktor: Du bist künstliches Leben.
Kreatur: Hast du mich denn nicht als Menschen erschaffen?

Screenshot


Die Abiturientinnen und Abiturienten der Kurse Darstellendes Spiel und Leistungskurs Musik greifen in diesem Jahr in ihrer Musik-Theater-Produktion die von Mary Schelley 1818 erschienene Geschichte von Viktor Frankenstein, dem Wissenschaftler, der den Tod besiegen will und der von ihm geschaffenen Kreatur auf. In ihrer Inszenierung zeigen die Schülerinnen und Schüler wie Viktor und Matilda, eine ihm gleichwertige Wissenschaftlerin, gemeinsam das Unmögliche wagen: Sie kreieren künstliches Leben. Die eigentliche Herausforderung liegt aber nicht in der Erschaffung, sondern vielmehr in der Verantwortung für das Geschaffene. Ihr Geschöpf folgt keinem Plan, es denkt, es fühlt, es entwickelt ein Eigenleben, das sich kaum mehr kontrollieren lässt. Werden sich die beiden der Verantwortung für ihre Kreatur stellen?
Ein Echo dieser Geschichte hallt bis in unsere Gegenwart. Die Kreaturen sind leiser geworden, höflicher und hilfsbereiter. Aber sind sie deshalb harmloser?
Was machbar ist, ist noch lange nicht verantwortbar, das zeigt uns Frankenstein damals wie heute.
Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Musik komponierten und
arrangierten eindrucksvolle und stilistisch vielfältige Songs, die natürlich live
dargeboten werden.
Parallel zum Schauspiel und zur Musik spielen auch choreografierte Szenen und
berührende Tanzelemente, die durch ihr Tempo und ihre Dynamik die Beziehung der Figuren zueinander und die Atmosphäre in unterschiedlichen Kontexten spiegeln oder auch aufbrechen können, eine zentrale Rolle.
Für den Sound und eindrucksvolles Licht sowie Projektionen ist die sehr engagierte Technik-AG verantwortlich, die auch in den Herbstferien die technischen Installationen vorbereitet haben.